Alte Infos für Gehörlose

Wir freuen uns IHNEN begegnet zu sein!Ach­tung! Die­se Sei­te ent­hält ver­al­te­te Infos, die bereits über 10 Jah­re alt sind.

Aktu­el­le Not­ruf­sy­ste­me für Gehör­lo­se fin­den Sie hier.


Gemeinsam die Projekte für Gehörlose und Sprachbehinderte meistern

War­um ist Kom­mu­ni­ka­ti­on so wich­tig? Im Umgang mit­ein­an­der sind wir oft auf Ver­mu­tun­gen ange­wie­sen, weil uns das Wis­sen von­ein­an­der fehlt. Wis­sen, was der Ande­re denkt, fühlt, was ihn glück­lich macht, was ihn bela­stet, wo er nicht wei­ter weiß, wor­über er nicht reden will, wie man ihm hel­fen kann, bedeu­tet: weni­ger Miß­ver­ständ­nis­se, weni­ger Vor­ur­tei­le, mehr mensch­li­che Nähe und Ver­ständ­nis für ein­an­der. Wir laden alle herz­lich ein: Schrei­ben Sie uns, auch über alles, was Sie hier gut und schlecht fin­den an der Arbeit des Engel­schutz e.V.
Was uns hilft? Wir wür­den uns sehr freu­en, wenn sich neben den beson­ders Betrof­fe­nen, näm­lich den Gehör­lo­sen und Sprach­be­hin­der­ten selbst, auch ihre hören­den Freun­de und Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen, ihre Bera­ter in Behör­den, Ver­ei­nen und ande­ren Insti­tu­tio­nen zu Wort mel­den, sowie alle, denen die­ses The­ma nicht gleich­gül­tig ist. Wir wol­len nicht ver­heh­len, dass wir uns als gemein­nüt­zi­ger Ver­ein auch sehr über jede Spen­de freu­en, die unse­re Arbeit erst ermög­licht und hilft, sie auf stand­fe­ste Füße zu stel­len.

 


Gehörlose bleiben in Notsituationen Unterwegs oft ungehört.
Die Notruf-Situation in Deutschland:

Trotz jah­re­lan­ger Bemü­hun­gen der Stan­des­or­ga­ni­sa­tio­nen gehör­lo­ser Mit­bür­ger, ist es bis heu­te nicht gelun­gen, alle 112-Not­ruf­zen­tra­len Deutsch­lands über die Ruf­num­mer 112 auch per Fax erreich­bar zu machen. Das bedeu­tet für Gehör­lo­se auf Rei­sen: Unge­wiss­heit, und dadurch beding­te, zusätz­li­che Ver­un­si­che­rung dar­über, ob im Ernst­fall schnell Hil­fe alar­miert wer­den kann oder nicht.

Erste Kon­se­qünz: Wenn es schon nicht mög­lich ist, eine ein­heit­li­che Not­ruf­num­mer zur Ver­fü­gung zu haben, dann benö­ti­gen Gehör­lo­se des­do drin­gen­der eine lücken­lo­se
Liste aller Not­ruf­zen­tra­len.
Herr Klaus Büden­ben­der hat eine sol­che
Liste beim DSB ver­öf­fent­licht. Super!

Dort, wo eine Fax­an­bin­dung bereits exi­stiert, gibt es viel Lob, aber auch oft Kri­tik:
Es wird berich­tet, daß Not­ru­fe per Fax nicht wahr- oder ernst­ge­nom­men, oder erst Stun­den spä­ter bear­bei­tet wer­den. Wo sind mög­li­che Ursa­chen dafür zu suchen?
Zum einen gibt es hand­fe­ste orga­ni­sa­to­ri­sche Pro­ble­me. Z.B. kommt es schon mal vor, dass ein Fax­ge­rät in einem “Abstell­raum” instal­liert ist und dadurch eine sofor­ti­ge Bear­bei­tung eines Not­rufs eher unwahr­schein­lich wird. Sie­he dazu z.B. Klaus Büden­ben­der (Vor­wort). Zum ande­ren könn­te auch die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ebe­ne eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len:

Ein­fluß der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ebe­ne auf den Erfolg eines Not­rufs.
Geschrie­be­nes oder Gedruck­tes hat nicht gera­de oft den Touch des beson­ders Eili­gen – eher ver­fährt man nach dem Mot­to: Was man schwarz-auf-weiß hat, kann man getrost nach Hau­se tra­gen (und spä­ter bear­bei­ten…). Ein ver­zwei­fel­ter Hil­feruf dage­gen, löst offen­sicht­lich viel eher das schnel­le, adäqua­te Han­deln des Hel­fers aus (Notruf!). Wol­len wir wirk­lich ernst­haft ver­su­chen, nur die­se “gewach­se­nen” Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mu­ster zu ändern? Erfolg­ver­spre­chen­der wäre es wohl, wenn es gelän­ge, Gehör­lo­sen die Mög­lich­keit zu geben, einen Sprach-Not­ruf absen­den zu kön­nen. Min­de­stens die Ein­lei­tung des Not­rufs muß per Sprach­kom­mu­ni­ka­ti­on erfol­gen, damit der Not­ruf ernst­ge­nom­men und schnell bear­bei­tet wird.

Neu­es Pro­jekt: Sprach-Not­ruf für Gehör­lo­se.
Not­ruf für Gehör­lo­se auf der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ebe­ne der Hören­den – die­ser Her­aus­for­de­rung stellt sich der auf Not­ruf­kom­mu­ni­ka­ti­on spe­zia­li­sier­te Engel­schutz e.V. Dabei ist das Ziel nicht eine ein­sei­ti­ge, son­dern eine Dia­log-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lö­sung, die fle­xi­bles Reagie­ren auf unter­schied­lich­ste Situa­tio­nen ermög­li­chen soll. Wie immer ist auch hier­bei nicht der Griff in die “Uto­pie­ki­ste” gefragt, son­dern markt­na­he, preis­gün­sti­ge Lösun­gen haben abso­lu­ten Vor­rang, damit mög­lichst vie­le Gehör­lo­se davon pro­fi­tie­ren kön­nen (GL-Pro­jekt 3).

Dazu suchen wir Spen­der, und Spon­so­ren bei Orga­ni­sa­tio­nen und Men­schen mit Herz für Gehör­lo­se und Freu­de am Hel­fen.
(Stich­wort: GL-Pro­jekt 3)


Fragen zu Euronotruf GL mit Nokia Communicator 9210i

Manch­mal habe ich den Ein­druck, daß mein Not­ruf-Fax nicht ernst­ge­nom­men wird!
Was lei­der immer wie­der pas­siert: Sie haben per Fax einen Not­ruf abge­schickt. Das Fax ist ange­kom­men, aber nichts pas­siert… Kein Hel­fer in Sicht… kein Rück­fax! Ab jetzt gehen Sie in die Offen­si­ve! Sie über­las­sen es nicht mehr dem Zufall/Schicksal, ob jemand zum Fax­ge­rät geht und nach­schaut, was da ein­ge­trof­fen ist! Sie fra­gen ein­fach nach! Auch das beherrscht Ihr Euro­Notruf GL per­fekt! Sie benö­ti­gen nur die Tele­fon-Nr. z.B. 112 für den euro­pa­wei­ten Not­ruf, den Rest erle­digt Ihr klei­ner Hel­fer: Per Stim­me – und dar­auf hören die pro­fes­sio­nel­len Hel­fer der Feür­wehr sofort!!! – weist er dar­auf hin, daß Sie einen Fax-Not­ruf weg­ge­schickt haben. Ist er den­noch nicht ein­ge­trof­fen, erfragt Euro­Notruf GL die aktül­le Fax-Nr. Ihres Hel­fers. Dann schicken Sie an die­se Nr. noch­mals Ihr Not­ruf-Fax ab. Damit geben Sie Ihrem Not­ruf mehr Gewicht und Auf­merk­sam­keit!

Wie bekom­me ich auf Rei­sen im Not­fall die Fax­num­mer der Feu­er­wehr her­aus?
Wäh­len Sie 112 und las­sen dann Euro­Notruf GL den gespei­cher­ten Not­ruftext spre­chen. Anschlie­ßend war­ten Sie das Fax der Feür­wehr ab. Dar­in steht die Fax­num­mer der Feür­wehr. Jetzt sen­den Sie das eigent­li­che Not­ruf-Fax mit Anga­be von Stand­ort und Grund des Not­rufs. Fer­tig!

Euro­NotrufGL faxt papier­los. Was heißt das genau?
Faxemp­fang: Alle ein­ge­hen­den Faxe wer­den auf dem gro­ßen Dis­play des Com­mu­ni­ca­tors ange­zeigt. Dort kön­nen Sie sie sofort betrach­ten. Auch die Schrift­grö­ße ist ein­stell­bar!
Faxe sen­den: Sie tip­pen alles per Tasta­tur ein und es erscheint sofort auf dem Dis­play des Com­mu­ni­ca­tors. Auch die vor­be­rei­te­ten Fax­vor­la­gen kön­nen Sie per Tasta­tur­ein­ga­be ver­än­dern und ergän­zen. Dann drücken Sie auf Sen­den und schicken das Fax ab. Alles ohne Papier!

Ich habe kei­nen PC und kei­nen Drucker zu Hau­se. Kann ich die emp­fan­ge­nen Faxe trotz­dem aus­drucken?
Ja natür­lich. Schicken Sie das emp­fan­ge­ne Fax ein­fach an Ihr Fax­ge­rät zu Hau­se. Dann wird es dort aus­ge­druckt.

Hat Euro­NotrufGL einen ein­ge­bau­ten Vibra­ti­ons­alarm?
Nein. Wir haben welt­weit kei­ne Mög­lich­keit ent­deckt die­sen zu inte­grie­ren. Aber Sie kön­nen einen klei­nen exter­nen Licht-/Vi­bra­ti­ons­mel­der benut­zen.

Wenn ich einen Nicht-GL-Beglei­ter bei mir habe: Kann die­ser mit Euro­NotrufGL ganz nor­mal per Spra­che Hil­fe anfor­dern?
Ja, Ihr Mobil­funk­ver­trag erlaubt neben Fax- auch ganz nor­ma­le Sprach­kom­mu­ni­ka­ti­on. Euro­Notruf­GL­voice läßt sich wie ein ganz nor­ma­les Tele­fon benut­zen.

Kann ich die von Ihnen gelie­fer­ten Fax­vor­la­gen an mei­ne Bedürf­nis­se anpas­sen?
Ja. Sie kön­nen die­se Vor­la­gen ändern und sich jeder­zeit eige­ne Fax­vor­la­gen erstel­len und die­se spei­chern. Wenn Sie Hil­fe benö­ti­gen, fra­gen Sie uns!

War­um muß ich unter­wegs mei­nen Stand­ort in das Fax­for­mu­lar für den Not­ruf 112 ein­tra­gen?
Ihr Euro­NotrufGL-Gerät ist mobil, d.h. man kann auf Grund der Iden­ti­fi­zie­rung Ihrer Tele­fon-Num­mer momen­tan noch nicht Ihren Stand­ort ermit­teln (wie dies bei Ihrem Anschluß zu Hau­se mög­lich wäre). Es ist des­halb auch sel­ten sinn­voll, einen Stand­ort im Fax­for­mu­lar fest zu spei­chern. Also: Ihr Hel­fer am ande­ren Ende der Tele­fon- oder Fax­lei­tung kann nicht von sich aus wis­sen, ob Sie in Ber­lin, Mün­chen, Paris oder sonst­wo sind. Sie müs­sen es ihm schrei­ben – so genau wie mög­lich!

Wenn ich zu Hau­se Strom­aus­fall habe, funk­tio­niert mein Fax­ge­rät nicht mehr. Kann ich dann den Haus­mei­ster etc. per Euro­NotrufGL rufen?
Ja. Vor­aus­ge­setzt Sie haben in Ihrer Woh­nung aus­rei­chend Mobil­funk-Netz­emp­fang (was nicht über­all in Räu­men etc. gewähr­lei­stet ist!), kön­nen Sie mit Euro­NotrufGL Faxe ver­sen­den, weil Ihr mobi­ler Schutz­en­gel eine Akku-Strom­ver­sor­gung hat und für den Betrieb nicht auf das 230V-Netz ange­wie­sen ist (außer Ihr Akku ist nicht gela­den…)

Kann ich mit Euro­NotrufGL Pan­nen­hil­fe alar­mie­ren? NEU!
Ja. ACE, ADAC und AvD bie­ten bun­des­weit ein­heit­li­che Fax-Not­ruf­num­mern für Pan­nen­hil­fe an. Das bedeu­tet für Sie: Egal wo Sie in deutsch­land unter­wegs sind, ab sofort for­dern Sie Pan­nen­hil­fe direkt vom Pan­nen­fahr­zeug aus an. Soll­ten Sie inner­halb von 5–10 Minu­ten kei­ne Faxant­wort erhal­ten, sen­den Sie ein­fach mit Euro­Notruf GL einen Sprach­not­ruf nach, der die Hel­fer auf­for­dert, ihr Fax­ge­rät auf ein­ge­gan­ge­ne Faxe zu kon­trol­lie­ren! Dadurch gibt es für Sie in Zukunft kein Pro­blem mehr mit lie­gen­ge­blie­be­nen und unbe­ar­bei­te­ten Not­fa­xen, und Sie erhal­ten Hil­fe viel schnel­ler und zuver­läs­si­ger als je zuvor!

Ist der Euro­Notruf GL nur für Not­ru­fe gedacht?
Nein. Sie haben vie­le Mög­lich­kei­ten. Sie kön­nen jetzt mit jedem Men­schen auf der Welt, der ein Tele­fon besitzt, in Kon­takt tre­ten. Viel­leicht ent­decken Sie eine ganz neü Welt – viel­fäl­ti­ge neü Mög­lich­kei­ten, Kon­tak­te auf­zu­baün – die Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on per “Sprach­die­ner” bedeu­tet für Sie einen ver­hei­ßungs­vol­len Neu­an­fang!

Kann mein Euro­Notruf GL “hören”?
Nein, er ist gehör­los! Aber spre­chen kann er. Das bedeu­tet für Sie: Immer wenn Sie statt einer Fax-Nr. nur eine Tele­fon-Nr. haben, wird Ihr Euro­Notruf GL ver­su­chen die Fax-Nr. für Sie zu ermit­teln. Dann kön­nen Sie per Fax wei­ter kom­mu­ni­zie­ren. Toll nicht?

Wozu brau­che ich Fax, wenn ich Euro­Notruf GL für den Not­ruf benut­ze?
Euro­Notruf GL kann per Spra­che nicht Ihre der­zei­ti­ge Posi­ti­on mit­tei­len, aber er ermit­telt per Spra­che für Sie die aktül­le Fax-Nr. Ihres Gesprächs­part­ners, sodaß Sie dann alles Wich­ti­ge per Fax mit­tei­len kön­nen.

Ich ken­ne alle nöti­gen Fax-Num­mern, wozu dann der Euro­Notruf GL ?
1. Eine wich­ti­ge Fax-Nr. könn­te sich geän­dert haben. Im Not­fall fra­gen Sie die­se jetzt per Tele­fon ab. Euro­Notruf GL leiht Ihnen dafür sei­ne Stim­me.
2. Viel­leicht gehen Sie irgend­wann auf Rei­sen. Dann ist es doch sehr beru­hi­gend zu wis­sen, daß Ihnen Ihr mobi­ler Schutz­en­gel hilft, die dort aktül­len Fax-Nr. für Not­ruf, Apo­the­ke, Arzt etc. zu fin­den.

Ich habe einen Nokia 9210, kann aber den Not­ruf nicht fin­den.
Sie haben Ihren Nokia 9210 offen­sicht­lich nicht beim Engel­schutz e.V. gekauft. Die Not­ruf-Soft­ware (99,– Euro) kön­nen Sie aber bei uns nach­be­stel­len.

Wel­che Unter­schie­de bestehen zwi­schen einem “nor­ma­len” Nokia 9210 und dem Euro­NotrufGL?


 
Not­ruf unter­wegs: Die Not­ruf­si­tua­ti­on in Deutsch­land für Gehör­lo­se und Sprach­ge­schä­dig­te

112 für Hören­de.
Wenn Sie hören und spre­chen kön­nen, haben Sie im Not­fall gute Chan­cen schnell Hil­fe zu erhal­ten. Denn von prak­tisch jedem Tele­fon, Han­dy oder Not­ruf­säu­le aus, errei­chen Sie über­all in Deutsch­land und Euro­pa über eine ein­zi­ge genorm­te Tele­fon­num­mer die nächst­ge­le­ge­ne Not­ruf­leit­stel­le von Feu­er­wehr oder Poli­zei. Das bedeu­tet für Sie: Sie müs­sen sich nur die­se eine Num­mer 112 für Sprach­not­ru­fe mer­ken, um im Not­fall­stress Ihren Hel­fer zu errei­chen. Wäh­rend für die über­wie­gen­de Mehr­heit der deut­schen Bevöl­ke­rung Not­ruf­säu­len der Feu­er­wehr und Poli­zei zur Ver­fü­gung ste­hen, sind für Hör- und/oder Sprach­ge­schä­dig­te bis­her kei­ne geeig­ne­ten Not­ruf­ein­rich­tun­gen in aus­rei­chen­dem Umfang geschaf­fen wor­den.

Not­ruf unter­wegs per Fax: Hun­der­te ver­schie­de­ner Ruf­num­mern für Fax­not­ru­fe und zuneh­mend uner­reich­ba­re Fax­ge­rä­te.
Wenn Sie dage­gen nicht hören oder spre­chen kön­nen und auf Fax­kom­mu­ni­ka­ti­on ange­wie­sen sind, sieht die Situa­ti­on plötz­lich dra­ma­tisch schlecht für Sie aus: Der 112-Not­ruf nützt Ihnen in den mei­sten Fäl­len gar­nichts, weil
a) die Fax­ge­rä­te der 112-Not­ruf­fleit­stel­len neu­er­dings ver­mehrt an die 112-Not­ruf­num­mer gekop­pelt sind (dies bedeu­tet, dass die­se Fax­ge­rä­te per Mobil­fax aus tech­ni­schen Grün­den nicht erreich­bar sind),  oder
b) der Gehör­lo­se im Not­fall selbst aus hun­der­ten ver­schie­de­ner Fax­num­mern die für sei­nen momen­ta­nen Auf­ent­halts­ort rich­ti­ge ermit­teln müss­te. Durch die­ses Ver­wirr­spiel sind Gehör­lo­se zuneh­mend über­for­dert und ver­zich­ten wohl oder übel auf die­se wich­tig­ste Not­fall-Infra­struk­tur ganz.

Ins­be­son­de­re die direk­te Kop­pe­lung der Fax­ge­rä­te an die Ruf­num­mer 112, hat in jüng­ster Zeit letzt­lich zu einer deut­li­chen Ver­schlech­te­rung der Not­ruf­si­tua­ti­on für Gehör­lo­se geführt. Die­se 112-Fax­ge­rä­te sind nur vom Fest­netz aus erreich­bar, nicht aber für Mobil­fax­ge­rä­te (z.B. Nokia Com­mu­ni­ca­tor). Eben­so sind SMS-Faxe an 112 tech­nisch nicht rea­li­sier­bar.

Gehör­lo­se blei­ben in Not­si­tua­tio­nen Unter­wegs oft unge­hört. Die Pro­ble­ma­tik von Fax­not­ru­fen.
Die­se Benach­tei­li­gung hör- und/oder sprach­ge­schä­dig­ter Mit­men­schen führt immer wie­der dazu, dass Hil­fe ver­spä­tet oder gar­nicht eintrifft.Wenn es dann doch gelun­gen ist, einen Fax­not­ruf abzu­sen­den, ist schnel­le Hil­fe noch lan­ge nicht garan­tiert. Immer wie­der wird berich­tet, dass Fax­not­ru­fe unbe­ach­tet und damit unbe­ar­bei­tet lie­gen blei­ben, weil z.B. das Fax­ge­rät nicht beauf­sich­tigt wird oder in einem Neben­raum steht. Außer­dem stimmt die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ebe­ne nicht: Die Hel­fer sind auf Sprach­kom­mu­ni­ka­ti­on “geeicht”. Sie reagie­ren pro­fes­sio­nell auf Sprach­not­ru­fe, Geschrie­be­nes oder Gedruck­tes bleibt schon mal unbe­ach­tet.

Neu­es Not­ruf­ge­rät schafft Abhil­fe. Not­ruf per SMS.
Mit kön­nen Gehör­lo­se jetzt direkt vom Not­fall­ort Hil­fe per SMS anfor­dern. Durch den inte­grier­ten auto­ma­ti­schen Sprach­not­ruf errei­chen Sie jetzt alle 112- Not­ruf­leit­stel­len auch per Spra­che. Damit ver­schaf­fen Sie sich mehr Gehör und ver­lei­hen Ihrer Kom­mu­ni­ka­ti­on mehr Nach­druck. Kei­ne unbe­ach­te­ten Not-Faxe mehr! 

 spricht für Sie mit der Not­ruf-Zen­tra­le.
Vor­teil: Vol­le Auf­merk­sam­keit garan­tiert!

 ist für prak­tisch jedes Han­dy geeig­net!
Vor­teil: Sie kön­nen Ihr altes Han­dy wei­ter benut­zen!

 hat nur 1 Taste:
Vor­teil: beson­ders ein­fa­che Bedie­nung für Jung und Alt.     mehr


Idee in die Tat umge­setzt.
Sie hat­ten eine Idee und haben die­se Idee in die Tat umge­setzt. Das ist schlicht und ein­fach SUPER! In erster Linie ist Ihre Idee wohl für gehör­lo­se Men­schen gedacht, aber auch für hör- und sprach­ge­schä­dig­te Men­schen, damit die­se sich, z. B. im Not­fall, hel­fen und rasche Hil­fe anfor­dern kön­nen. Dazu haben Sie ein auf dem Markt befind­li­ches Han­dy mit einer „Sprach­kon­ser­ve“ ver­se­hen. Die­se nimmt den Betrof­fe­nen das „Hören und Spre­chen“ ab. Die Idee, ich sag­te es schon, ist SUPER!

Mehr Selb­stän­dig­keit und Unab­hän­gig­keit
…jeden­falls bin ich total zufrie­den damit, habe jetzt auch kei­ne Angst mehr, mit dem Auto auf der Auto­bahn mit Pan­ne hilf­los lie­gen zu blei­ben, oder bei einem Unfall im Haus oder Gar­ten (Wald und Flur) hilf­los auf jeman­den war­ten zu müs­sen, der Hil­fe holt. Was ist das für ein tol­les Gefühl, end­lich wie­der unab­hän­gig zu sein! Vie­len herz­li­chen Dank, dass es Leu­te wie Sie gibt, die sich Gedan­ken machen, wie man Behin­der­ten zu mehr Selb­stän­dig­keit ver­hel­fen kann…

… Ich bin ganz begei­stert von dem Gerät und habe mei­ne ersten Faxe bereits geschrie­ben und versendet…Ein Dan­ke­schön auch für die indi­vi­du­el­le Anlei­tung für Not­ru­fe usw. Die­se muß ich wirk­lich noch aus­wen­dig ler­nen und immer wie­der üben, üben, üben. Soll­te ich mal nicht wei­ter­kom­men, kann ich Sie doch um Hil­fe bit­ten, oder?

Am Wochen­en­de ein paar war­me Bröt­chen.
…Nun will eine sol­che Idee (Not­ruf­han­dy für Gehör­lo­se, die Red.) natür­lich auch ver­mark­tet sein und was liegt da näher, als sie z. B. als einen „ech­ten Lebens­ret­ter“ anzu­prei­sen. Selbst­ver­ständ­lich kön­nen Sie dies so machen. Sie sind Geschäfts­mann und wol­len, und sol­len, sich natür­lich am Wochen­en­de auch mal ein paar war­me Bröt­chen gön­nen…
TEAM: Hier liegt sicher­lich eine Ver­wechs­lung vor. Der Engel­schutz e.V. ist ein gemein­nüt­zi­ger Ver­ein zum Woh­le von Senio­ren, Kran­ken und Behin­der­ten. Übri­gens arbei­ten sämt­li­che Mit­ar­bei­ter des Ver­eins ehren­amt­lich. Die „war­men Bröt­chen“ müs­sen wir uns schon woan­ders ver­die­nen.

…Ihre Wer­bung jeden­falls sug­ge­riert zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt betrof­fe­nen Men­schen, der „Euro­Notruf GL“ sei das „All­heil­mit­tel“ für den Not­fall schlecht­hin. Dem ist ein­fach nicht so! Und – mit einer sol­chen Art von Wer­bung rei­hen Sie sich in die Ket­te all´ derer ein, die mit der Krank­heit ande­rer Men­schen „schnel­les“ Geld ver­die­nen wol­len…
Schrei­ben Sie uns …

Streit­fall:
Sind Han­dys “Lebens­ret­ter”?

Lebens­ret­ter I. Per Han­dy Hil­fe geru­fen.
…Ich möch­te Ihnen ein Bei­spiel erzäh­len, das sich die­ser Tage bei uns im Sie­ger­land ereig­net hat und mir fast zeit­gleich mit Ihrer Mail zur Kennt­nis kam. Ich zitie­re:

Eine Tour mit dem Bike über Stock und Stein birgt immer Risi­ken. Beson­ders gefähr­lich wur­de es gestern Abend aber für einen 36-jäh­ri­gen Rad­fah­rer, nach dem Poli­zei und Feür­wehr bis in die spä­ten Abend­stun­den im Wert­hen­ba­cher Forst(ist ein Wald­ge­biet ganz in der Nähe mei­nes Wohn­or­tes) fahn­de­ten. Kurz vor 22.00 Uhr dann das Auf­at­men bei den Such­trupps. Der Mann war gefun­den.
Der Mann war offen­sicht­lich bei sei­ner Tour schwer gestürzt. Per Han­dy rief er die Poli­zei um Hil­fe. Das woll­ten die Ord­nungs­hü­ter auch ger­ne tun, nur: Wo war der Mann? Die Suche in unweg­sa­men Gelän­de gestal­te­te sich schwie­rig. Zur
Unter­stüt­zung for­der­ten die Beam­ten den Ret­tungs­hub­schrau­ber „Chri­stoph 25“ an, der syste­ma­tisch über dem Gelän­de krei­ste.
Per Han­dy hat­te man bis kurz vor 22.00 Uhr Kon­takt zu dem Mann – dann war der Akku leer, gefun­den hat­te man den Mann bis dahin aber noch nicht. Als es Dun­kel wur­de und die Suche per Hub­schrau­ber kei­nen Sinn mehr mach­te, beor­der­te die Poli­zei die Net­phener Feür­wehr her­bei. Kurz nach deren Alar­mie­rung wur­de der Mann dann aber gefun­den. Er wur­de mit schwer­sten Ver­let­zun­gen in ein Kran­ken­haus gebracht.“
Das, … ist für mich z. B. ein Not­fall. Wün­schen tü ich mir den nicht. Egal ob mit „Euro­Notruf GL“ oder ohne. Stel­len Sie sich doch ein­fach mal vor, ich (der Schrei­ber ist schwer­hö­rig, die Red.) wäre die­ser ver­un­glück­te Mann gewe­sen. Stel­len Sie sich wei­ter vor, ich hät­te tat­säch­lich, was ich ja bekannt­lich nicht habe, einen „Euro­Notruf GL“ dabei­ge­habt…
TEAM: …dann wären Sie zu beglück­wün­schen gewe­sen. Denn mit dem Gehör­lo­sen-Han­dy hät­ten Sie, wie der Mann im geschil­der­ten Fall, Hil­fe anfor­dern kön­nen.

Lebens­ret­ter II.
…Ein ande­res Bei­spiel könn­te sein, dass ich mit dem Auto so schwer ver­un­glücke, dass ich sel­ber gar nicht mehr in der Lage bin einen Not­ruf abzu­set­zen, weil ich z. B. ohne Besin­nung bin, oder es mir die Art der Ver­let­zung nicht erlaubt, mei­ne Fin­ger zu benut­zen. Viel­leicht hat­te ich das Han­dy ja auch gar nicht „fest“ im Auto instal­liert und es ist für mich auf Grund des Unfall­ge­sche­hen nicht erreich­bar, oder, oder, oder. Und der Extrem­fall wäre ein Fron­tal­zu­sam­men­stoß mit einem ande­ren Fahr­zeug der abrupt mein Leben been­det hät­te…

Lebens­ret­ter III. Was sind „ech­te Lebens­ret­ter“?
…Als Absur­dum fin­de ich die Aus­sa­ge des „Engel­schutz e.V.“, dass der „Euro­Notruf GL“ ein „ech­ter Lebens­ret­ter“ sei! Ech­te Lebens­ret­ter … sind für mich die Feür­wehr­fraün- und män­ner, die oft genug ihr eige­nes Leben aufs Spiel set­zen um ein ande­res zu ret­ten. Lebens­ret­ter sind für mich die Not­ärz­tin­nen und Not­ärz­te, die Ret­tungs­sa­ni­tä­ter, die Besat­zun­gen der Ret­tungs­hub­schrau­ber und auch die Poli­zei. Auch der „klei­ne Mann“ um die Ecke, der durch sei­nen muti­gen Ein­satz ein Kind vor dem Ertrin­ken bewahrt, ist für mich ein ech­ter Lebens­ret­ter. Auch Saür­stoff, z. B., ist ein ech­ter Lebens­ret­ter. Aber ein Han­dy? Und aus­ge­rech­net der „Euro­Notruf GL“? Mag ja sein, aber dann gilt dies doch wohl grund­sätz­lich für alle auf dem Markt befind­li­chen Handy´s, Tele­fax­ge­rä­te, Tele­fo­ne, etc.. Oder läßt es Ihr Stolz … nicht zu, dies zuzu­ge­ben?
TEAM: Sie haben recht, dass grund­sätz­lich jedes Han­dy für Not­ruf­zwecke ein­ge­rich­tet ist. Aller­dings hilft Ihnen die­se Ein­rich­tung nur dann wei­ter, wenn es Ihnen mög­lich ist, Ihr Anlie­gen per Spra­che zu über­mit­teln. Genau das kön­nen Gehör­lo­se und vie­le Sprach­ge­schä­dig­te nicht. Unse­res Wis­sens ist hier Euro­Notruf GL die erste wirk­lich euro­pa­weit funk­tio­nie­ren­de Not­ruf­lö­sung. Das fin­den wir „echt lebens­ret­tend“.

Lebens­ret­ter IV.
Ein Han­dy ist für mich schlicht und ein­fach ein „Gebrauchs­ge­gen­stand“! So wie mein Auto, mein PC oder auch mei­ne Hör­ge­rä­te. Und hier macht es abso­lut kei­nen Unter­schied, ob man gehör­los ist oder hörend. Und auch der „Euro­Notruf GL“ ist in erster Linie mal ein „Gebrauchs­ge­gen­stand“. Dar­an ändert auch die Tat­sa­che nichts, dass er für Gehör­lo­se gedacht ist. Denn, wird ein „Gebrauchs­ge­gen­stand“ nicht mehr benö­tigt oder gibt es einen bes­se­ren, schö­ne­ren, schnel­le­ren, fliegt der alte u. U. in den Müll – und das war´s dann. Davon mal ganz abge­se­hen, das Wort „Lebens­ret­ter“ passt mei­ner Mei­nung nach zu „Euro­Notruf GL“ auch schon des­halb nicht, da man sich damit ja auch eine Piz­za, oder Bröt­chen, oder ande­re Din­ge mehr bestel­len kann. Was bit­te ist in einem Wohl­fahrts­staat, wie dem uns­ri­gen, dar­an denn lebens­ret­tend?
Schrei­ben Sie uns …

Was darf Sicher­heit kosten?
…Ich fra­ge mich, was habe ich eigent­lich von einem Han­dy, dass ich mir in erster Linie ja nur des­we­gen anschaf­fe, damit ich im Fall eines Not­falls, wenn er denn dann mal ein­tre­ten soll­te, Erste Hil­fe anfor­dern kann, mit dem ich aber anson­sten nichts mache? Tele­fo­nie­ren kann ich damit nicht. SMS habe ich am PC, nut­ze es aber nicht. Fax habe ich sowohl am PC, als auch sta­tio­när. Allei­ne unter­wegs bin ich in auch nicht so sehr oft. Ent­we­der habe ich Fahr­ge­mein­schaft oder bin mit der Fami­lie unter­wegs. Und wenn allei­ne, dann sind mir bis­her immer noch Ande­re begeg­net. Tag wie Nacht. … wor­auf ich hin­aus will ist, dass ich hier ein­fach die Anschaf­fungs­ko­sten und lau­fen­den Kosten gegen den Nut­zen stel­le. Eine Anschaf­fung, nur um ein Han­dy für den Not­fall zu haben, der viel­leicht nie ein­tritt, ist für mich daher frag­wür­dig. Auf den Unglücks­fall zu war­ten absurd. Es kommt so, wie es kom­men soll – mit und ohne Han­dy!…

Gutes Hilfs­mit­tel für GLs.
…Unbe­strit­ten, … der „Euro­Notruf GL“ ist ein wei­te­res gutes Hilfs­mit­tel für schwer­hö­ri­ge, ertaub­te, gehör­lo­se und sprach­ge­schä­dig­te Men­schen. Dies ver­ken­ne ich in kei­nem Fall! Jeder Betrof­fe­ne, oder auch Nicht­be­trof­fe­ne, der meint er müs­se sich „Euro­Notruf GL“ anschaf­fen, soll dies tun. Aber ich habe mir trotz­dem fest vor­ge­nom­men dar­auf hin­zu­wei­sen, dass man sich die Ange­le­gen­heit gut über­le­gen soll­te. Wenn näm­lich die Anschaf­fungs- und Fol­ge­ko­sten in kei­ner Rela­ti­on zum Nut­zen ste­hen, und dies dürf­te in den mei­sten Fäl­len ein­deu­tig so sein, dann soll­ten Betrof­fe­ne mei­ner Mei­nung nach schon gut über­le­gen, ob sich die­se teu­re Anschaf­fung wirk­lich für sie lohnt und bezahlt macht…
TEAM: Das Abwä­gen des mög­li­chen Nut­zens ist immer ange­bracht. Auch die­se Fra­ge ist eine Über­le­gung wert: „Was in mei­nem Leben ist eigent­lich schüt­zens­wert und zu wel­chem Preis?“ Manch­mal gewinnt man den Ein­druck, dass Men­schen ihr Eigen­tum (Woh­nung, Haus­rat, Auto, etc.) mehr schüt­zen als ihre eige­ne Gesund­heit. Manch­mal möch­te man dann auch ver­blüfft fra­gen dür­fen: “Wie vie­le Leben haben Sie eigent­lich?“

Not­ruf­sy­stem für Gehör­lo­se nicht bekannt genug?
…ich weiß auch gar nicht in wie weit das Leit­stel­len­per­so­nal in Deutsch­land über­haupt Kennt­nis davon hat, dass es ein Han­dy mit Sprach­kon­ser­ve gibt und dass dies über­wie­gend von Gehör­lo­sen und/oder Hör­ge­schä­dig­ten benutzt wird. Dies aber ist eine ganz wesent­li­che Grund­vor­aus­set­zung für ein schnel­les reagie­ren der Leit­stel­len! Dies gilt um so mehr für den Eng­lisch und Fran­zö­sisch spre­chen­den Sprach­raum…
TEAM: Ihre Befürch­tun­gen sind unbe­grün­det. Das System ist selbst­er­klä­rend und funk­tio­niert unab­hän­gig vom Vor­wis­sen der Leit­stel­len. Nach dem Anhö­ren des Sprach­not­rufs weiß der Leit­stel­len­mit­ar­bei­ter dass Sie (1.) gehör­los sind, dass Sie (2.) einen Not­fall haben, wie er Sie (3.) per Mobil­fax errei­chen kann und dass Sie (4.) auf sei­ne schnel­le Ant­wort war­ten.

Gren­zen auf­zei­gen
…Viel­leicht kön­nen wir uns an die­ser Stel­le ein­mal dahin­ge­hend eini­gen, dass man das The­ma „Not­fall“ zie­hen kann wie ein Gum­mi­band. Es gibt nicht den Not­fall, son­dern es gibt alle mög­li­chen und unmög­li­chen Sze­ne­ri­en von Not­fäl­len. Dies kann z. B. anfan­gen bei der klei­nen Beu­le am Kopf, die man sich beim Sturz zuge­zo­gen hat und endet wohl damit, das man zu Tode kommt. Und wenn ich mir schon einen „ech­ten Lebens­ret­ter“ anschaf­fe, dann hin­ter­fra­ge ich für mich eben genau die­ses Spek­trum an Mög­lich­kei­ten. Mein Leben, und das der Mei­nen, ist mir näm­lich sehr viel wert!…
TEAM: Dies ist auch sehr wich­tig. Denn Leicht­sinn und blin­des Ver­trau­en – in wel­che Tech­nik auch immer – hat sicher schon man­chem unse­rer Mit­men­schen das Leben geko­stet. Bei­spiel: Ich ver­un­glücke bei Nebel in den Ber­gen. Selbst wenn ich per Han­dy die Hel­fer errei­che, könn­ten Sie wegen des Nebels kei­nen Ret­tungs­hub­schrau­ber schicken.

Alter­na­ti­ve im Not­fall
…Alter­na­ti­ve zum „Euro­Notruf GL“, für mich schlicht und ein­fach der lie­be Mit­mensch. Wenn­gleich ich ger­ne ein­ge­ste­he, dass man sich auf sei­ne lie­ben Mit­men­schen nicht unbe­dingt ver­las­sen kann…

Wie beschrei­be ich wo ich bin?
…Natür­lich, ich hät­te mich (bei einem Not­fall, die Red.) erst ein­mal .bemerk­bar machen kön­nen. Ich hät­te mir über die Sprach­kon­ser­ve die Fax­num­mer der KLSt. Sie­gen geben las­sen müs­sen (habe sie wegen Über­län­ge immer noch nicht im Kopf!) und hät­te dann, soweit es mei­ne Ver­let­zun­gen denn zuge­las­sen hät­ten(!), ein Not­fall-Tele­fax abset­zen kön­nen. Da hät­te ich dann rein schrei­ben müs­sen, immer vor­aus­ge­setzt mei­ne Ver­let­zun­gen hät­ten dies ermög­licht, dass ich nicht weiß wo ich mich genau befin­de und eine Kom­mu­ni­ka­ti­on nur über Fax mit mei­nen „Euro­Notruf GL“ mög­lich ist. Aber, so ein Pech, der Akku ist nur noch halb voll, dass Cha­os „per­fekt“. …
TEAM: Sie haben die Situa­ti­on „Not­fall unter­wegs“ sehr gut ana­ly­siert. Es reicht nicht aus, ein­fach nur ein Han­dy dabei zu haben und sich dann in Sicher­heit zu wie­gen. Des­halb ist Euro­Notruf GL auch nicht ein­fach „nur ein Han­dy“, son­dern ein Sicher­heits­kon­zept. Jeder Käu­fer erhält eine 12-sei­ti­ge Not­ruf-Anlei­tung, die in ihrem Übungs­teil auch auf die Fra­ge ein­geht „Wie beschrei­be ich am besten, wo ich bin“. Übun­gen und Tipps ergän­zen die­ses The­ma. Wer mit fast lee­rem Akku los­fährt und kei­nen Ersatz­ak­ku mit­nimmt, han­delt sicher nicht ver­ant­wor­tungs­be­wusst sei­ner eige­nen Gesund­heit gegen­über. Aber auch dar­auf wei­sen wir in der Anlei­tung hin.
Übri­gens: Auch wenn das „Cha­os ein­mal per­fekt ist“, wie wür­den Sie sich wohl erst füh­len, wenn Sie in einer sol­chen Situa­ti­on kei­nen „mobi­len Lebens­ret­ter“ dabei haben wür­den?

Mobi­le Not­fa­xe an 112?
…Skep­ti­ker füh­ren ger­ne zu Fel­de, dass ein Not­ruf per Not­fall-Tele­fax die „112“-er Lei­tung zu lan­ge belegt. Dies ist in mei­nen Augen völ­lig unbe­grün­det! Mei­ne Recher­che hat erge­ben, dass bei den Leit­stel­len, die die­se Mög­lich­keit anbie­ten, Not­fall-Tele­fa­xe eher spo­ra­disch ein­tref­fen. Dies muß man eigent­lich posi­tiv sehen. Und – mit dem „Euro­Notruf GL“ wer­den es sicher nicht mehr.…
TEAM: Wir begrü­ßen es, wenn Leit­stel­len eines ihrer Fax­ge­rä­te direkt an das 112-Not­ruf­sy­stem anschlie­ßen. Vom Fest­netz aus ent­fällt das grü­beln über die „rich­ti­ge“ Feu­er­wehr­fax­num­mer. Unse­re Recher­chen bei den Mobil­netz­be­trei­bern haben aller­dings erge­ben, dass aus tech­ni­schen Grün­den vom Mobil­funk­netz kei­ne Faxe oder SMS-Faxe direkt an 112 gelei­tet wer­den kön­nen. Eine spe­zi­ell ein­ge­rich­te­te ande­re Kurz­wahl wür­de dage­gen für alle „ ech­ten Mobil­fa­xer“ hilf­reich sein. SMS-Faxe kön­nen dage­gen system­be­dingt nur an Fax­num­mern mit Orts­vor­wahl gelei­tet wer­den.

Not­ruf mit Euro­Notruf GL zu lang­sam?
…Ich blei­be nach wie vor bei mei­ner Mei­nung, dass gegen­über dem Abset­zen eines tele­fo­ni­schen Not­ru­fes und dem Abset­zen eines Not­ru­fes mit dem „Euro­Notruf GL“ mehr, auch wert­vol­le, Zeit ver­streicht. Und dies völ­lig unab­hän­gig davon, ob es mir über­haupt erst durch den „Euro­Notruf GL“ ermög­licht wird, Hil­fe anzu­for­dern. Dies geht im übri­gen ja wohl mit jedem nor­ma­len Han­dy. Vie­le Hör­ge­schä­dig­te benut­zen näm­lich ein ganz nor­ma­les Han­dy, sofern sie noch tele­fo­nie­ren kön­nen…
TEAM: (1) Euro­Notruf GL wur­de für Men­schen ent­wickelt, bei denen die Tech­nik „nor­ma­ler Han­dys“ ver­sagt. Dass dank Euro­Notruf GL Gehör­lo­se jetzt euro­pa­weit die Infra­struk­tur des 112-Not­rufs nut­zen kön­nen, hal­ten wir für einen ech­ten Durch­bruch in der Not­ruf­kom­mu­ni­ka­ti­on. Hat der Ver­un­glück­te kein geeig­ne­tes Not­ruf­sy­stem dabei, muß er erst ein Fax­ge­rät, einen Feu­er­mel­der o.ä. suchen. Eine Unter­su­chung „Not­ruf mit/ohne Han­dy in den Ber­gen“ kommt zu dem Schluß: Mit Han­dy ver­kürzt sich die Zeit­span­ne bis zur Alar­mie­rung der Hel­fer um über 2 Stun­den.

… Mei­ner Mei­nung nach dau­ert es, im gün­stig­sten Fall, min­de­stens dop­pelt so lan­ge, bis der Not­arzt los­fah­ren kann. Ein Ret­tungs­hub­schrau­ber benö­tigt nach sei­ner Alar­mie­rung noch ein­mal 1 Minu­ten. Und – ich glau­be nicht, dass man in jedem Fall davon aus­ge­hen darf, dass die Leit­stel­le sofort reagiert, bzw. reagie­ren kann. Bis zum Ein­tref­fen des Rück­fa­xes lau­fen wei­te­re Not­ru­fe auf, die dann erst ein­mal bear­bei­tet wer­den müs­sen. Nur im gün­stig­sten Fall wird die Sache ohne viel Zeit­auf­wand von stat­ten gehen…
TEAM: Es mag para­dox klin­gen, aber trotz ver­län­ger­ter Über­mitt­lungs­zeit gegen­über einem Sprach­not­ruf wie ihn nor­mal Hören­de abset­zen kön­nen, erhal­ten Gehör­lo­se durch Nut­zung des neu­en Not­ruf­sy­stems viel schnel­ler Hil­fe: Durch den Sprach­not­ruf erhält der Gehör­lo­se plötz­lich die glei­che Auf­merk­sam­keit wie jeder ande­re Not­ru­fer auch. Dadurch gibt es end­lich kei­ne lie­gen­ge­blie­be­nen und unbe­ach­te­ten Not­fa­xe mehr. Das ver­kürzt die Zeit bis zum Ein­tref­fen der Hel­fer enorm. Viel beun­ru­hi­gen­der erscheint uns dage­gen der Umstand, dass Gehör­lo­se ohne geeig­ne­tes Not­ruf-System sehr häu­fig über­haupt kei­ne Hil­fe per 112-Not­ruf anfor­dern könn­ten…
Schrei­ben Sie uns …


 

Schreiben Sie einen Kommentar